11 Kernaussagen zur gelungenen Unternehmensnachfolge

11 Kernaussagen zur gelungenen Unternehmensnachfolge

Der Tag X plus 1 - so geht die Erfolgsgeschichte Ihres Unternehmens weiter!

Irgendwann steht jeder Unternehmer vor der Frage: „Wie geht es weiter, wenn ich mich aus dem aktiven Geschäftsbetrieb zurückziehen möchte?“ LW.P Lüders Warneboldt unterstützt und berät seit vielen Jahren Unternehmen bei der erfolgreichen Umsetzung ihrer Nachfolge. Lesen Sie, was Sie bei familieninternen oder externen Nachfolgeregelungen beachten müssen und welche Fehler Sie unbedingt vermeiden sollten!

 

1. Der richtige Zeitpunkt

Je früher Sie sich Gedanken über Ihre Nachfolge machen, desto besser! Verpassen Sie nicht den Absprung und leiten Sie die entsprechenden Maßnahmen rechtzeitig in die Wege. Ein zu später Generationswechsel gefährdet das Unternehmen.

2. Kommunikation

Der respektvolle und offene Austausch, ob innerhalb der Familie oder mit einem potentiellen externen Nachfolger, ist das A und O einer geordneten Geschäftsübergabe. Dokumentieren Sie zusätzlich getroffene Absprachen, um spätere Missverständnisse zu vermeiden.

 

3. Spielregeln

Der reibungslose Übergang benötigt klare Machtstrukturen, eine genaue Abgrenzung von Kompetenzen und eine sachgerechte Regelung der finanziellen Verpflichtungen. Definieren Sie die Rollen und sorgen Sie von Anfang an für klare Verhältnisse.

 

4. Nachfolgevariante 1: Die familieninterne Lösung

Ohne Druck schon frühzeitig beim Nachwuchs das Interesse zu wecken, einmal den elterlichen Betrieb zu übernehmen, ist für die meisten Familienunternehmen der Idealfall.  Doch hängt der tatsächliche Erfolg des nahtlosen Übergangs von vielen Überlegungen ab (Interesse, Eignung, Qualifikation, bei mehreren Interessenten, wer soll es machen?), die es behutsam und offen zu kommunizieren gilt.

 

5. Gerechtigkeit

Die Gerechtigkeitsfrage ist bei Nachfolgen nicht zu unterschätzen. Sind Erben vorhanden, besprechen Sie das angestrebte Nachfolgemodell offen in der Familie. Zu berücksichtigen sind dabei die gerechte Aufteilung der Anteile im Zusammenhang mit den zukünftigen Funktionen im Unternehmen oder angemessene Abfindungszahlungen, falls die Kinder nicht im Unternehmen tätig werden möchten.

6. Nachfolgevariante 2: Die externe Lösung

Fehlt es an potentiellen Nachfolgern aus dem Familienkreis, ist die externe Lösung die meist praktizierte Alternative. Hierbei spielt neben fachlichen Kompetenzen vor allem die Persönlichkeit des Nachfolgers eine wesentliche Rolle – er oder sie muss zum Unternehmen passen.

Der zweite entscheidende Punkt bei der externen Nachfolge ist die Beachtung der finanziellen Aspekte, wie bspw. der Preis für die zu verkaufenden Geschäftsanteile. Im Gegenzug muss sich der Nachfolger sicher sein, dass das Unternehmen ihm einen hinreichenden finanziellen Spielraum zur Tilgung möglicher Kredite oder in Zeiten von Krisen oder Gewinneinbrüchen bietet.

 

7. Nachfolgevariante 3:  Die Mitarbeiterlösung

Zwar in der Praxis eher selten zu finden, jedoch auch eine adäquate Lösung. Der Vorteil ist, dass der Mitarbeiter das Unternehmen gut kennt und sich mit ihm identifiziert. Voraussetzung ist, den Mitarbeiter rechtzeitig an seine Rolle als Nachfolger heranzuführen –  ein Umstand, der in Unternehmen oft nicht stattfindet.

8. Gute Beratung

Holen Sie sich Unterstützung! Für viele mittelständische Unternehmen sind die sie begleitenden Steuerberater die ersten Ansprechpartner. Die Steuerberater wissen um die Struktur und die finanzielle Situation des Unternehmens. Besonders bewährt hat sich die Beratung durch interdisziplinäre Expertenteams, bestehend aus Steuerberatern, Rechtsanwälten und Wirtschaftsprüfern.

 

9. Banken

Oft ist es die Hausbank, die den Anstoß gibt, sich mit der Unternehmensnachfolge zu beschäftigen. Hintergrund ist die Beurteilung der Kreditwürdigkeit des Unternehmens, die sich durch eine gut geplante Nachfolgeregelung verbessert. Die Anfrage der Bank wird allerdings noch von vielen Unternehmern als unangenehm empfunden. Bei der Finanzierung externer Nachfolgen können auch staatliche Investitionsbanken mit ihren gezielten Fördermöglichkeiten helfen.

 

10. Bestandssicherung

Für gut 90 Prozent der Unternehmer sind die Bestandssicherung des Betriebes und der damit verbundene Erhalt von Arbeitsplätzen ein zentraler Aspekt der Nachfolge. Entwickeln Sie daher rechtzeitig gemeinsam mit allen Beteiligten einen entsprechenden Strategieplan.

 

11. Der Tag X

Der Tag X ist da, und es heißt loslassen! Das fällt vielen Unternehmern schwer, denn es bedeutet einen Verlust von Macht und Verantwortung. Viele fühlen sich trotz fortgeschrittenen Alters noch fit und leistungsfähig, bemerken aber nicht, dass ihre unternehmerische Leistungsfähigkeit bereits abgenommen hat. Oder sie haben nicht genügend Vertrauen in die Fähigkeiten des Nachfolgers und machen ihm das Leben unnötig schwer.

Festzustellen bleibt: Den perfekten Übergang vom abgebenden Unternehmer auf den Nachfolger gibt es nicht! Zu unterschiedlich sind die involvierten Persönlichkeiten. Mit Vertrauen, Toleranz und der nötigen Offenheit für Veränderungen sind diese Probleme jedoch gut zu lösen.

 

Gern begleitet Sie LW.P Lüders Warneboldt fachkundig bei allen Fragen und Herausforderungen bezüglich Ihrer Unternehmensnachfolge! Mehr erfahren

Wir laden Sie herzlich zu einer spannenden Podiumsdiskussion zum Thema Unternehmensnachfolge ein: "Loslassen vom Lebenswerk - Emotionen kommen hoch" am 12.09.2019 im Haus der Industrie in Hannover. Mehr Informationen zur Veranstaltung finden Sie HIER.

 

von Oliver Warneboldt, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer